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Weidenau
Ein weiterer Dreieckstein steht an einer Waldecke rechts der Straße von Weidenau nach Freiensteinau. Er ist in seiner Gestaltung dem Stein in Oberulrichsberg sehr ähnlich - allerdings stark beschädigt. Die Schäden sollen durch Panzerfahrzeug am Ende des 2. Weltkrieges entstanden sein, als der Stein noch dicht am abzweigenden Feldweg stand.

Bild: Dreiherrenstein Weidenau - Riedeselwappen
Früher liefen hier die Grenzen der Abtei Fulda (Weidenau), der Riedesel (Freiensteinau) und der Hanauer Grafen (Reinhards) zusammen. Später waren es die Grenzen des Großherzogtums Hessen Darmstadt (oberhalb des Riedeselwappen G H) und des Königreichs Preußen (in das Abtswappen eingemeißelt K P). Heute sind es nur noch die Gemarkungsgrenzen der drei zuvor genannten Ortsteile. Als fortlaufende Nummer ist die 117 zu erkennen.

Bild: Dreiherrenstein Weidenau - die Fuldaer Seite des Steins
Das Riedeselwappen und die zugehörige Inschrift FREYHERRN V RIEDESEL sind noch gut zu erkennen, das Wappen von Fulda und ADOLPHUS nur noch mit Mühe und das Hanauer Wappen überhaupt nicht mehr. Die Jahreszahl der Aufstellung fehlt, doch kann hier wohl auch das Jahr 1730 angenommen werden.

Bild: Dreiherrenstein Weidenau - die Hanauer Seite des Steins
Der Stein dürfte bei seiner Umsetzung etwas gedreht worden, denn das Hanauer Wappen zeigt in Richtung des ehemals Fuldaer Weidenau, das Riedeselwappen nach dem Hauer Reinhards und das Abtswappen nach dem riedeselschen Freiensteinau. - Vielleicht war der Grund dafür das relativ gut erhaltene Riedeselwappen, welches man der besseren Optik wegen zur Straße hin positionierte.
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