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Historische Grenzsteine im Schlitzerland
Das Schlitzerland, der ehemalige Herrschaftsbereich der Grafen von Schlitz, gen. von Görtz, war einer der vielen Kleinstaaten in Deutschland, welche sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hatten. Die Grenze dieses Kleinstaates war fast 60 km lang und sie entspricht fast genau der heutigen Grenze der Stadt Schlitz mit seinen Stadtteilen. Der Verlauf der Grenze ist heute noch u. a. durch mehr als 600 historische Grenzdenkmale markiert, Steine, auf denen die Geschichte des Kleinstaates - und auch die deutsche Geschichte - abzulesen ist.

Bild: An der Grenzschneise Schlitzerland/Gründchen
Unseren Rundgang beginnen wir westlich des Schlitzer Stadtteils Willofs an der so genannten Trockenmühle, wandern auf Waldwegen und -pfaden hoch zu den Gipfeln der Berge und wieder hinunter in die Täler, suchen die Steine in den Wiesen, an den Feldrändern und den Bachufern. Wir versuchen die Inschriften, Nummern und Wappen zu deuten, suchen zu ergründen ob die Steine dort bereits im 16. Jahrhundert standen oder ob sie jünger sind, vielleicht sogar erst im 20. Jahrhundert aufgestellt wurden.

Bild: Wappen der Grafen von Schlitz, gen. von Görtz
Einheimische und Gäste, die unserer Spurensuche folgen, bitten wir darauf zu achten, dass diese Kulturdenkmale nicht beschädigt werden und vor allem, dass sie erhalten bleiben. Denn: Auch unsere Kinder sollen am Beispiel dieser "konkreten" Kleindenkmale unsere Geschichte, die Entwicklung unserer Region, nachvollziehen können.
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