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Historische Grenzsteine um die Kernstadt Herbstein

Bild: Die Kernstadt Herbstein

Übersichtskarte Kernstadt Herbstein
Die Orte, deren Gemarkungen an die Grenze der Kernstadt Herbstein angrenzen, gehören heute nicht alle zur Großgemeinde Herbstein. Ilbeshausen hat sich bei der Gebietsreform im Jahr 1972 für Grebenhain entschieden, Hofmannsfeld, Eichenrod und Eichelhain für Lautertal, Rixfeld, Schadges, Stockhausen, Altenschlirf und Lanzenhain für Herbstein. In historischer Zeit gehörte Ilbeshausen zur Landgrafschaft Hessen Darmstadt, die übrigen Gemeinden um Herbstein zum "Junkerland" der Riedesel zu Eisenbach, die Kernstadt Herbstein war Klostergebiet der Fürstabtei Fulda. - Auch bezüglich des Glaubens blieb Herbstein nach der Einführung der Reformation eine katholische Enklave in einem rundum protestantischen Gebiet.

Bild: Der Galgen bei Herbstein steht auf Rixfelder Gebiet
Obwohl der Galgen in der Talaue vor Herbstein als "Herbsteiner Galgen" bezeichnet wird, ist es das nicht. Er steht zwar dicht an der Herbsteiner Grenze, doch in der Rixfelder Gemarkung. Das heißt, der Galgen war ein "Riedeselgalgen". Er gehörte nicht, wie auf der heute dort aufgestellten Tafel zu lesen ist, zum "Hochgericht Fulda" (Herbstein), sondern zum Riedeselschen Gericht "Landen- hausen/Stockhausen". Warum er gerade an der Gemarkungsgrenze Herbstein aufgestellt wurde, darüber mag man rätseln - vielleicht als Warnung an die Herbsteiner, vielleicht als Warnung an die Reisenden, welche die hier verlaufende Fernstraße benutzten. Üblich war es jedenfalls, dass man Galgen so weit wie möglich vom eigenen Ort entfernt aufstellte - immer also dicht an die Grenze der Nachbargemeinde.
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